
Wie entstehen Schuppen?
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Der erste Schritt in Richtung Besserung ist immer die Frage: «Wie entstehen Schuppen?» Denn nur wenn Du ihren Auslöser kennst, kannst Du sie nachhaltig bekämpfen. Die häufigsten Ursachen von Schuppen sind übermässige Talgproduktion und/oder Reizungen der Kopfhaut – oft hervorgerufen durch falsche Pflege, Trockenheit, den Hefepilz Malassezia, eine dermatologische Erkrankung oder eine Kombination mehrerer Faktoren. In Folge findest Du die wichtigsten Informationen zu den hauptsächlichen Ursachen von Schuppen. So kannst Du herausfinden, welche in Deinem Fall vorliegt und nachhaltig dagegen vorgehen.
Schuppen sind abgestorbene Hautzellen, die sich von Deiner Kopfhaut lösen. Dieser Prozess ist grundsätzlich völlig normal, denn Deine Kopfhaut erneuert sich regelmässig. Sichtbar und unangenehm werden Schuppen erst, wenn dieser Prozess beschleunigt oder gestört ist.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von Schuppen:
Fettige Schuppen entstehen, wenn zu viel Talg auf der Kopfhaut dafür sorgt, dass die winzigen Schüppchen zusammenkleben und verklumpen.
Im Fall von trockenen Schuppen lösen sich dagegen so viele kleine Schüppchen von der ausgetrockneten Kopfhaut, dass diese mit blossem Auge sichtbar werden.
Jede dieser beiden Arten hat eigene Ursachen und Behandlungsansätze – oft kann sogar ein Zusammenspiel mehrerer verschiedener Faktoren für sie verantwortlich sein. Bevor Du also eine passende Pflege auswählst, ist es deshalb immer wichtig, Deiner individuellen Kopfschuppen-Ursache auf den Grund zu gehen und sie zu verstehen.
Aber Vorsicht: Wenn Deine Kopfhaut stark gerötet ist, juckt, schmerzt oder sich die Schuppenbildung plötzlich deutlich verschlimmert, solltest Du unbedingt ärztlichen Rat einholen, um eine ernsthafte dermatologische Erkrankung auszuschliessen.
So viel wurde schon verraten: Die Frage «Wie entstehen Schuppen?» lässt sich nicht mit einer einzelnen Ursache beantworten. Denn verschiedene Auslöser (oft auch eine Kombination aus mehreren davon) können für ihre Entstehung verantwortlich sein. Zu den häufigsten hauptsächlichen Ursachen von Schuppen gehören die folgenden:
ein Pilz auf der Kopfhaut,
eine übermässige Talgproduktion,
eine gereizte und ausgetrocknete Kopfhaut
sowie dermatologische Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.
Manche von ihnen entstehen durch innere Auslöser wie hormonelle Veränderungen, Stress oder andere Imbalancen. Andere werden durch Alltagsfaktoren und äussere Einflüsse wie klimatische Bedingungen oder falsche Haarpflege begünstigt. Und einige Fälle erfordern fachärztliche Behandlung. Wie vielfältig die Gründe für Schuppen sein können und was Du in welchem Fall unternehmen kannst, erfährst Du in Folge.
Der Hefepilz Malassezia ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Kopfhautflora. Im Fall einer Überbesiedelung kann er sich jedoch übermässig vermehren und dadurch Schuppen verursachen. Warum entstehen Schuppen durch diesen Pilz?
Malassezia ernährt sich von den Hautfetten der Kopfhaut und produziert dabei Nebenprodukte, die Reizungen und Entzündungen hervorrufen können. Das Ergebnis ist eine beschleunigte Hautzellenerneuerung, die sich in Form sichtbarer, meist fettiger Schuppen bemerkbar macht. Häufige Symptome sind neben Schuppenbildung auch Juckreiz, Rötungen und eine gereizte Kopfhaut.
Was tun bei Pilzbefall? Falls Du hinter Deinen Schuppen einen Pilz vermutest, solltest Du professionellen Rat einholen. In ausgeprägten Fällen können Dermatolog*innen Dir ein fungizides Mittel dagegen verschreiben.
Eine erhöhte Talgproduktion, auch als Seborrhoe bekannt, kann ebenfalls eine Ursache für Schuppen sein. Wie entstehen Schuppen in diesem Fall? Ist zu viel Talg auf der Kopfhaut vorhanden, vermischt er sich mit abgestorbenen Hautzellen. Diese können sich nicht mehr ablösen, sondern verklumpen zu sichtbaren, gelblich-weichen Schuppen, die an der Kopfhaut haften bleiben.
Die genauen Ursachen von Sebhorrhoe und die damit einhergehenden Schuppen können variieren. Folgende gelten allerdings als die häufigsten Auslöser für eine übermässig fettige Kopfhaut:
Hormonelle Umstellungen (z. B. während Pubertät, Schwangerschaft oder den Wechseljahren) können sich auf die Entstehung von Hautfetten auswirken.
Dasselbe gilt für einen ungesunden Lebensstil voller Stress und falscher Ernährung.
Und auch besonders reichhaltige Pflege kann die Talgproduktion erhöhen.
Hier wird ausserdem schnell klar, inwiefern sich die unterschiedlichen Ursachen von Schuppen oft überschneiden und zusammenspielen. Denn eine erhöhte Talgproduktion geht oft Hand in Hand mit einer Überbesiedelung von Malassezia, da das eine das andere fördert. Beachte dies immer, wenn Du die Ursache für Deine Schuppen klären möchtest!
Die richtige Pflege sollte in diesem Fall regulierend wirken, überschüssiges Fett reduzieren und das Gleichgewicht der Kopfhautflora wiederherstellen.
Aber auch, wenn die Kopfhaut zu wenig Feuchtigkeit erhält und dadurch empfindlich wird, entstehen Schuppen. In diesem Fall beginnt die Kopfhaut, vermehrt kleine, trockene Schüppchen abzusondern, die wie Staub im Haar hängen bleiben und oft sogar bis auf die Schultern herabrieseln können.
Die Ursachen hierfür sind meist äussere Faktoren und alltägliche Gewohnheiten wie:
zu heisses oder häufiges Föhnen,
falsche Haarpflege,
aggressive oder ungeeignete Stylingprodukte
sowie Umweltfaktoren wie UV-Strahlung, trockene Luft oder starke Temperaturwechsel.
Sie alle bringen die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht, stören den Feuchtigkeitshaushalt und reizen. Die Haut reagiert darauf mit Trockenheit, Spannungsgefühlen und feinen, weissen Schuppen, die sich leicht lösen.
Gut zu wissen: Neben diesen äusseren Einflüssen können auch innere Ungleichgewichte die Kopfhaut austrocken. So kann z. B. ein Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen – insbesondere Zink, Omega-3-Fettsäuren und den Vitaminen A, B3, B7, B9 und C – Trockenheit Deiner Haut und Schuppenbildung fördern.
Was kannst Du in so einem Fall unternehmen? Eine milde, feuchtigkeitsspendende Haarpflege ist das A und O, aber auch der bewusste Umgang mit Stylinggeräten und der Schutz vor extremen Witterungsverhältnissen helfen, die Balance der Kopfhaut wiederherzustellen.
In manchen Fällen sind dermatologische Erkrankungen verantwortlich für die Schuppenbildung. Hier gibt es ein breites Spektrum: vom oft mit dem Hefepilz Malassezia einhergehenden seborrhoischen Ekzem über die Volkskrankheit Neurodermitis bis hin zur Schuppenflechte (Psoriasis). Wie entstehen Schuppen durch derartige Erkrankungen?
Die Basis für krankheitsbedingte Schuppen bildet immer eine Reizung oder Störung, durch die vermehrt Schuppen entstehen. Viele dermatologische Erkrankungen werden z. B. durch eine fehlerhafte Immunreaktion ausgelöst, die wiederum Entzündungen der Kopfhaut verursacht. Andere entstehen durch äussere Reize, die die Hautbarriere stören. Zudem gibt es genetisch bedingte Hauterkrankungen, die die Hauterneuerung beeinflussen und so zu vermehrter Schuppenbildung führen.
Neben einer deutlich vermehrten Schuppenbildung gibt es einige weitere Symptome, die auf eine dermatologische Erkrankung hinweisen können, darunter:
anhaltende Rötungen und Entzündungen,
starker Juckreiz,
eventuell entzündete, nässende oder schmerzende Hautstellen
sowie je nach Krankheitsbild gelegentlich auch Haarausfall an betroffenen Stellen.
Bitte beachte: Bei Verdacht auf solche Erkrankungen solltest Du unbedingt ärztlichen Rat einholen. Denn in solchen Fällen lässt sich nur durch eine fachgerechte Diagnose und spezielle medizinische Pflegeprodukte langfristige Linderung und Kontrolle der Symptome erzielen.
Schuppen haben viele mögliche Ursachen – von denen sogar einige zusammenspielen können. Entsprechend viele Antworten gibt es auf die Frage «Wie entstehen Schuppen?», wenn man ins Detail geht. Die beste Strategie ist es deshalb immer, zunächst die individuellen Ursachen zu identifizieren. So kannst Du Deine Pflege gezielt auf die Auslöser der Schuppen abstimmen und diese nachhaltig bekämpfen.
Es gibt verschiedene Ursachen für Schuppen: etwa trockene Haut, übermässige Talgproduktion, Pilzbefall oder Hautreizungen. Auch äussere Einflüsse wie falsche Pflegeprodukte oder extreme Witterung können eine Rolle spielen. Damit Du nachhaltig Deine Schuppen loswerden kannst, solltest Du deshalb immer im ersten Schritt deren Ursache klären.
Ja, in vielen Fällen greifen mehrere Auslöser ineinander. Zum Beispiel kann eine hormonell bedingte Talgüberproduktion mit Stress und ungeeigneter Haarpflege zusammentreffen. Dieses Zusammenspiel verstärkt die Schuppenbildung – und macht eine Analyse und darauf basierende, ganzheitliche Pflege besonders wichtig.
Schuppen entstehen, wenn der natürliche Erneuerungsprozess der Kopfhaut gestört ist. Die Hautzellen lösen sich dann zu schnell und in grösseren Mengen ab. Je nach Ursache sind Schuppen trocken und fein oder fettig und klebrig – oft begleitet von Juckreiz und Irritationen.